Das Gleiche gilt für Z-Substanzen, da auch diese eine Abhängigkeit auslösen können. Deren Vorteil liegt lediglich in einer kürzeren Halbwertszeit und damit weniger Überhang am nächsten Morgen. Das Sturzrisiko ist ebenfalls erhöht 4. Die Priscus-Liste gibt daher Höchstdosierungen für Patienten über 65 Jahre an: Zolpidem 5 mg, Zopiclon 3,75 mg, Zaleplon 5 mg 4. Eine Alternative bieten insbesondere Antidepressiva mit schlaffördernder Wirkung, bei denen keine Abhängigkeit auftritt, zum Beispiel Mirtazapin, Agomelatin, Trazodon und Trizyklika, sowie bei älteren Patienten die Antipsychotika Pipamperon und Melperon.
So essenziell Benzodiazepine im Status epilepticus sind, so ungeeignet sind sie als Dauermedikation, da eine schnelle Toleranzentwicklung mit Absinken der Krampfschwelle eintritt. Die Gabe sollte nur erfolgen, wenn der Anfall länger als zwei Minuten anhält oder ein hohes Risiko für eine Anfallsserie besteht. Midazolam gibt es auch als Buccaltablette oder Nasenspray off label, NRF Midazolam-Ampullen können auch über einen Vernebelungs-Applikator mit Luer-Lok-Anschluss zum Beispiel MAS über die Nase verabreicht werden, was dem Patienten eine rektale Gabe, zum Beispiel zu Hause oder im Heim, ersparen kann Midazolam wird rasch über die Rachenschleimhaut resorbiert — auch bei Applikation als Nasenspray.
Im Rettungswagen bekommen Patienten mit Herzinfarkt oder schweren Traumen mitunter Lorazepam zur raschen Beruhigung. Eine längerfristige Gabe bei Angsterkrankungen wie der generalisierten Angststörung, Agoraphobie oder Panikstörung ist hingegen kontraproduktiv. Die Patienten entwickeln schnell eine psychische Abhängigkeit»Handtaschen-Tavor«, sodass sie nicht mehr aktiv werden können, ohne das Medikament mitzuführen. Die S3-Leitlinie Angststörungen Stand empfiehlt den Einsatz von Benzodiazepinen nur im absoluten Ausnahmefall Angsterkrankungen sollten primär psychotherapeutisch oder allenfalls mit SSRI, Pregabalin, Opipramol, Buspiron oder SSNRI behandelt werden.
Bei älteren Menschen steigt aber — ähnlich wie bei anticholinerg wirksamen Substanzen — das Delir-Risiko paradoxe Wirkung. Eine Alternative bieten dann die atypischen Antipsychotika. Bei akuten psychotischen Erregungszuständen liegen vor allem für die Monotherapie mit Benzodiazepinen keine Wirksamkeitsbelege vor Vorsicht bei Suizidalität: Die anxiolytische Wirkung kann das Risiko für einen Suizid erhöhen Katatone Symptome sind im Verlauf schizophrener Erkrankungen häufig etwa 30 bis 40 Prozent und können das klinische Bild sogar dominieren Mittel der Wahl sind neben der Elektrokrampftherapie insbesondere Benzodiazepine Als besonders gut wirksam in dieser Indikation haben sich Lorazepam und Diazepam erwiesen.
Lorazepam ist zur Sedierung vor und nach Operationen zugelassen. Die Arzneistoffe werden sofort nach Aufnahme verabreicht und langsam über wenige Wochen abdosiert. Dabei werden die Aspekte Blutdruck, Ruhepuls, Tremor, Schwitzen, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Ängstlichkeit, Nervosität, psychomotorische Unruhe, Orientierung, Trugwahrnehmungen und Halluzinationen sowie Krampfanfälle erfasst. Mithilfe eines Scores wird dann ermittelt, ob ein Benzodiazepin verabreicht werden muss.
Die S3-Leitlinie»Kreuzschmerz«Stand rät von zentralen Muskelrelaxanzien jedoch gänzlich ab Die DGN-Leitlinie»Tetanus«Stand empfiehlt zudem Midazolam als Dauerinfusion sowie Lorazepam Pavor nocturnus findet sich meist bei Kindern und Jugendlichen.

Zudem wird es bei Entzugserscheinungen bei Alkoholismus eingesetzt. Lorazepam hat eine beruhigende, entspannende, krampflösende, angstlösende und schlaffördernde Wirkung. Durch die Einnahme von Benzodiazepinen wird die Wirksamkeit des Neurotransmitters Gamma-Aminobuttersäure GABA am GABA-A-Rezeptor verstärkt. Dies löst sedative beruhigende, hypnotische, anxiolytische angstlösende, antikonvulsive krampflösende und muskelrelaxierende Wirkungen im Körper aus. Benzodiazepine haben eine dämpfende Wirkung auf das zentrale Nervensystem.