Für die amerikanische Regierung günstiger Bild: AP. Die amerikanische Regierung setzt sich mit ihrer Preisforderung gegenüber Bayer durch. Und die Leverkusener polieren ihr ramponiertes Image. D ie amerikanische Regierung hat sich mit ihren finanziellen Forderungen gegenüber der Bayer AG durchgesetzt und erhält das Antibiotikum Cipro jetzt zu einem deutlich reduzierten Staffelpreis zwischen 0,95 und 0,75 Dollar pro Tablette. Insgesamt vereinbarten der amerikanische Gesundheitsminister Tommy Thompson und das Unternehmen am Mittwochabend die Lieferung von Millionen Cipro-Tabletten. Der reduzierte Preis gilt auch für etwaige Lieferungen an die kanadische Regierung. Die Aktie des Leverkusener Chemie- und Pharmakonzerns gab am Donnerstag deutlich nach.
Den entsprechenden Anbietern eröffnen sich somit gute Marktchancen. Dies gilt um so mehr, als zur Jahrtausendwende bei einer Vielzahl von Präparaten die Patentfrist abläuft und sie als Generika vermarktet werden können. Das ist unter anderem bei umsatzträchtigen Wirkstoffen wie Omeprazol, Enalapril, Fluoxetin oder Ciprofloxacin der Fall. Vor diesem Hintergrund erwartet die Hexal AG eine weitere positive Umsatzentwicklung. Trotz Einsparungen und Kostendämpfung im Gesundheitswesen liegt der Generika-Anbieter auf einem gesunden Wachstumskurs.


