Das Novum bei dieser Substanz sind lang-anhaltende Gewebekonzentrationen. Nach einer dreitägigen Therapie lassen sich noch zirka sieben Tage spä-ter wirksame Spiegel im Gewebe nachweisen, wenn im Serum keine entsprechenden Konzentrationen mehr nachzuweisen sind. In bezug auf unerwünschte Wirkungen, so Stahlmann, gab es bei mehr als 30 Millionen Menschen, die inzwischen mit Azithromycin behandelt wurden, keine ernsthaften Nebenwirkungen. Vor allem diejenigen im gastrointestinalen Bereich sind weniger auffallend als bei anderen Makroliden. In einer Reihe von Vergleichsstudien, in denen drei Tage Azithromycin versus Roxithromycin oder Clarithromycin über zehn oder sieben Tage verabreicht wurde, lag der klinische Erfolg bei allen Substanzen bei mehr als 90 Prozent. Die mit Azithromycin Behandelten hatten in der Regel weniger Krankentage, waren somit wieder schneller am Arbeitsplatz.
Der Vorteil von Azithromycin gegenber anderen Makroliden liegt vor allem in dem kurzen Behandlungszeitraum. Das Novum bei dieser Substanz sind lang-anhaltende Gewebekonzentrationen. Nach einer dreitgigen Therapie lassen sich noch zirka sieben Tage sp-ter wirksame Spiegel im Gewebe nachweisen, wenn im Serum keine entsprechenden Konzentrationen mehr nachzuweisen sind. Stahlmann Berlin, wird vor allem in den Zellen angereichert und von dort langsam freigesetzt. Die Substanz unterscheidet sich von den anderen Makroliden damit weniger in der Wirksamkeit als vielmehr durch die kurze Dosierungszeit und die lange Halbwertszeit. Lode Berlin sieht die Makrolide in der Behandlung von Atemwegsinfektionen, Otitis media, Haut- und Weichteilinfektionen inzwischen als Mittel der ersten Wahl.
