Das Fälschen von Arzneimitteln ist ein aktuelles und weltweites Problem, was auch innerhalb der EU angesichts der Fälschungszahlen Dringlichkeit erlangt. Die Arbeit analysiert die bestehenden Vorkehrungen zum Schutz vor gefälschten Humanarzneimitteln im Binnenmarktrecht. Die Thematik wird näher eingegrenzt durch die Definition des gefälschten Arzneimittels, bevor ihre Relevanz durch Hintergründe und Auswirkungen von Fälschungen aufgezeigt wird. Anhand der Schutzpflichtenlehre wird sodann untersucht, ob der EU und ihren Mitgliedstaaten eine Pflicht zum Schutz vor gefälschten Arzneimitteln zukommt. Die so entwickelten Kriterien dienen zur Bewertung der Schutzvorkehrungen, die im Recht der EU sowie von vier repräsentativen Beispielländern Deutschland, England, Italien, Ungarn herausgearbeitet werden.
A pothekerkammern und Landeskriminalämter stellen zunehmend gefälschte Rezepte für das verschreibungspflichte Diabetes -Medikament Ozempic des dänischen Pharmakonzerns Novo Nordisk fest. Auch die Apothekerkammer Hamburg macht per Schreiben an Apotheken auf eine in Umlauf befindliche Rezeptfälschung für Ozempic aufmerksam. Das LKA Berlin teilt auf Anfrage mit, Kenntnis von Rezeptfälschungen bezüglich Ozempic zu haben, nennt jedoch keine konkreten Fallzahlen. Das Medikament Ozempic ist zur Behandlung von Diabetes vorgesehen, wird von Patienten aber zunehmend als Abnehmmittel eingesetzt. Jeden Morgen ab 7 Uhr mit unseren Finanzjournalisten.


