Viagra bleibt weiterhin rezeptpflichtig. Das hat ein Ausschuss der Arzneimittelbehörde BfArM heute Die Mehrheit des Sachverständigen-Ausschusses für Verschreibungspflicht hat gegen eine Befreiung von der Rezeptpflicht gestimmt. Genau genommen hatte das Gremium über einen Antrag zu Viagra und anderen Potenzmitteln mit dem Wirkstoff Sildenafil abgestimmt, die maximal 25 Milligramm des Wirkstoffs enthalten dürfen. Rechtlich bindend ist die Entscheidung aber nicht, sie ist vielmehr eine Empfehlung an das Bundesgesundheitsministerium. Aus Sicht der meisten Mediziner ist das auch notwendig, denn viele Medikamente vertragen sich nicht mit Viagra.
Mit einem solchen Erfolg hatte Pfizer, der Entwickler des Potenzmittels, nicht einmal gerechnet. Der ursprüngliche Plan war, ein Medikament zur Behandlung der Herzprobleme zu entwickeln. Seit das Potenzmittel im Jahr auf den Markt kam, hat es das Sexualleben von mehr als einer Million Männern gerettet, die an erektiler Dysfunktion Impotenz leiden. Der Wirkstoff von Viagra ist Sildenafil, das zu den PDE5-Hemmern gehört. Die Aufgabe des Wirkstoffs besteht darin, die Durchblutung der Schwellkörper des Penis zu verbessern und dem Mann bei sexueller Erregung zu einer natürlichen Erektion zu verhelfen. Nebenwirkungen entwickeln sich in der Regel vor dem Hintergrund einer falschen Anwendung des Arzneimittels, der Nichteinhaltung des Regimes, der Dosierung und der Empfehlungen des Arztes.


