Diazepam ist ein Benzodiazepin, das v. Benzodiazepine wirken über eine Verstärkung der GABAergen Hemmung im Gehirn. Diazepam ist plazentagängig. Diazepam akkumuliert im fetalen Kompartiment und kann im Blut des Neugeborenen das 3fache der maternalen Serumkonzentration erreichen. Aufgrund des hohen Abhängigkeitspotenzials, das sich bereits nach wenigen Wochen und auch im therapeutischen Dosisbereich entwickeln kann, sollte Diazepam nur kurzfristig eingesetzt werden.
Clorazepat gehört zur chemisch zur Substanzklasse der Benzodiazepine und ist ein Arzneistoff Tranquilizer aus der Gruppe der Psychopharmaka. Clorazepat wird in erster Linie als Tranquilizer und Mittel gegen Angst- und Panikattacken verschrieben, aber auch als Schlafmittel, wenn die Benzodiazepinwirkung am Tag danach ebenfalls erwünscht ist. Auch im stationären Alkoholentzug ist eine Verwendung von Dikaliumclorazepat möglich, da es gegen auftretende Krampfanfälle wirkt und allgemein den Entzug erleichtert, auch barbituratabhängige Patienten werden im Entzug oftmals auf Tranxilium bzw. Obwohl Clorazepat von seiner chemischen Struktur her ein Benzodiazepin ist, so ist die Substanz selbst wegen ihrer niedrigen Rezeptoraffinität kaum für die Benzodiazepinwirkung verantwortlich: Das Clorazepat bindet gering an den Rezeptoren, erst sein Hauptmetabolit Nordazepam Desmethyldiazepam ist für die Wirkung verantwortlich. Die Umwandlung findet zum Teil schon kurz nach Einnahme im Magen statt. Damit ist Clorazepat ein sogenanntes Pro-Drug: Ein Stoff, der selbst keine, oder kaum, Wirkungen auslöst, sondern vom Körper erst in den eigentlichen Wirkstoff umgewandelt werden muss.


