Lioresal 25 mg kann, wie jedes andere Arzneimittel auch, Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Patienten auftreten müssen. Sollten Sie sich um die Nebenwirkungen Sorgen machen, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt. Insbesondere am Anfang, oder bei einer zu schnellen Dosissteigerungen oder bei zu hohen Dosierungen, kann es sehr häufig zu Übelkeit, Schläfrigkeit, Müdigkeit sowie Benommenheit kommen. Zudem kann es zu einer vorübergehenden Schwächung der verbliebenen Willkürkraft kommen. Meist sind diese Nebenwirkungen vorübergehend und können durch eine angepasste Dosierung abgeschwächt oder aufgehoben werden. Sollten diese Nebenwirkungen schwerer sein, ist ein Abbruch der Behandlung notwendig.
Baclofen ist ein GABA B-Rezeptor-Agonist mit einem geringen hepatischen Metabolismus. Zugelassen ist Baclofen für die Behandlung von muskulärer Spastizität bei Multipler Sklerose aber nicht für die Indikation Alkoholabhängigkeit. Wenn das Medikament dennoch unter Menschen mit Alkoholproblemen populär geworden ist, dann wegen des französischen Arztes Olivier Ameisen, der selbst alkoholkrank war. Durch Zufall erfuhr er, dass die Substanz Baclofen das Verlangen, Alkohol zu trinken, mindern kann. Nach eigenen Recherchen beschloss er, das Medikament selbst einzunehmen. Die Dosierung und seinen Zustand protokollierte Ameisen dabei täglich. Bei einer Dosis von mg verspürte er kein Verlangen mehr nach Alkohol.


