Nach der Einnahme von Alkohol steigt die Konzentration von Acetaldehyd an. Dies führt nach etwa 5 bis 30 Minuten zur typischen Antabus-Alkohol-Interaktion Die Beschwerden klingen nach Stunden wieder ab. Disulfiram wird im Organismus rasch in seinen aktiven Metaboliten Diethylthiocarbamat umgewandelt, der Metallionen mit hoher Affinität bindet und die Aldehyd-Dehydrogenase selektiv und irreversibel hemmt. Dies führt dazu, dass Alkohol nicht vollständig zu Essigsäure, sondern nur bis zum Zwischenprodukt, dem toxischen Acetaldehyd, abgebaut werden kann, der die Unverträglichkeitsreaktion auslöst.
Dadurch kommt es zu einem Anstieg von Dopamin und zu einer Verminderung von Noradrenalin in peripheren und zentralen Geweben. Auch die seltenen psychiatrischen Nebenwirkungen können auf die Dopaminerhöhung zurückgeführt werden. Unterstützende Behandlung von chronischem Alkoholismus, periodisch wiederkehrender Alkoholismus in Verbindung mit nichtmedikamentösen Methoden.
Disulfiram hat auch beim Entzug von Cocain eine gewisse Wirksamkeit gezeigt, ist aber in der Schweiz in dieser Indikation nicht zugelassen. Vor dem Therapiebeginn darf während 3 Tagen kein Alkohol getrunken werden. Die Tabletten werden in einem Glas Wasser aufgelöst, wodurch eine milchige und geschmacksneutrale Dispersion entsteht, die sofort eingenommen werden soll. Der Dosierungsbereich liegt bei mg bis mg pro Tag.
Es ist sinnvoll, das Medikament vor einem Therapiebegleiter einzunehmen, damit die Einnahme kontrolliert ist. Es muss beachtet werden, dass die Wirkung bis 4 Tage nach dem Absetzen anhalten kann, im Einzelfall sogar bis zwei Wochen. Disulfiram ist kontraindiziert bei einer Überempfindlichkeit, bei schweren Myokard-, Koronar- und Kreislaufaffektionen, manifesten Psychosen, Epilepsie und schweren Gehirnschäden.
Patienten, die auf eine frühere Gabe von Disulfiram mit einer subklinischen oder klinisch manifesten Hepatitis reagiert haben, dürfen nicht mehr mit dem Wirkstoff behandelt werden. Bei vorbestehender nicht-aethylischer Hepatopathie wie zum Beispiel einer Virushepathie oder bei einer ausgeprägten Erhöhung der Transaminasen darf Disulfiram nicht angewendet werden. Ebenfalls ist der Wirkstoff kontraindiziert für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
Antihistaminika, einige Neuroleptika und Tranquillantien können das Antabus-Syndrom abschwächen. Metronidazol und andere Nitroimidazole können die Alkoholunverträglichkeit möglicherweise verstärken. Vor, während und nach der Behandlung soll selbstverständlich kein Alkohol getrunken werden. Es ist zu beachten, dass Alkohol auch in einigen Arzneimitteln und Nahrungsmitteln enthalten ist z. Tinkturen, Kirschstängeli.
Unverträglichkeitsreaktionen treten ab einer Menge von zirka 3 g reinem Ethanol auf. Neben dem Antabus-Syndrom können auch ohne Alkohol unerwünschte Wirkungen auftreten. Darüber hinaus können physiologische Reaktionen auf die Nahrungsaufnahme, wie z. Es ist ein schwieriges und komplexes Problem die Auswirkungen von Nahrungsmitteln und Nährstoffen auf ein bestimmtes Arzneimittel genau zu bestimmen.
Die gleichzeitige Anwendung von Medikamenten mit Grapefruitsaft ist das bekannteste Beispiel für Arzneimittelwechselwirkungen zwischen Nahrungs- und Arzneimitteln. Aber auch die Bitterorange Sevilla-Orange, Pampelmuse und Sternfrucht enthalten Inhaltsstoffe, die Cytochrom P 3A4 CYP3A4 hemmen. In zahlreichen Berichten wurden Arzneimittelwechselwirkungen mit Grapefruit dokumentiert, die über die Hemmung von CYP3A-Enzymen auftreten.

Bulk-bildende Abführmittel werden verwendet, um Diarrhöe im Zusammenhang mit therapeutischer Radiographie zu antabus pille. Fäkalienweichmacher wirken als Detergenzien auf der Fäkalienoberfläche, wodurch sie Wasser aufnehmen und erweichen. Ein Beispiel ist docusate, das vor der Bildgebung verwendet werden kann.