Bislang sind nur wenige Medikamente zur pharmakologischen Rückfallprophylaxe der Alkoholabhängigkeit zugelassen. Neben dem in Deutschland nicht mehr vertriebenen Disulfiram sind es die Opioidantagonisten Naltrexon und Nalmefen sowie das vermutlich über glutamaterge Neurone wirkende Acamprosat. Vareniclin, Gabapentin und Topiramat können für die Rückfallprophylaxe der Alkoholabhängigkeit von Interesse sein, jedoch ist bislang keine Zulassung erfolgt. Vor dem Hintergrund der zur Revision anstehenden S3-Leitlinie zur Diagnose und Behandlung alkoholbezogener Störungen wird der heutige Kenntnisstand zur Pharmakotherapie der Alkoholabhängigkeit dargestellt. So far few medications are approved for prophylactic treatment of alcohol dependence relapse. Apart from disulfiram, which is no longer marketed in Germany, the opioid antagonists naltrexone, nalmefene and the putative glutamate antagonist acamprosate are approved. In some other countries, baclofen and gamma-hydroxybutyrate GHB are licensed.
Göttinger 9-Jahres-Studie zeigt: Mit Alkoholaversiva steigt die Chance alkoholkranker Patienten, dauerhaft abstinent zu leben. Bisher gibt es nur wenige und widersprüchliche Studien, die sich mit den langfristigen Ergebnissen von Alkoholismustherapien beschäftigen. Eine 9-Jahresstudie des Max-Planck-Instituts für experimentelle Medizin und der Georg-August-Universität Göttingen hat untersucht, welchen Einfluss die Alkoholaversiva AA Disulfiram und Calciumcarbimid auf das Auftreten von Abstinenz, kurzfristigen Alkoholausrutschern lapses oder schweren Rückfällen bei chronisch alkoholkranken Patienten haben. Die X-Achse stellt die Anzahl an Tagen nach Eintritt in das Therapieprogramm dar und beginnt mit dem zweiten Therapiejahr Tag Die Y-Achse gibt die Abstinenzwahrscheinlichkeit an. Ihre Reichweite erstreckt sich von 1. Je nachdem, ob die Patienten das Alkoholaversivum regulär zwischen dem


