Benzodiazepine und Nicht-Benzodiazepin-Agonisten Z-Medikamente: Zolpidem, Zopiclon gehören auf Grund ihres breiten Indikationsgebietes zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten. Diese Substanzen werden oft überdosiert oder in missbräuchlicher Absicht konsumiert. Tox Info Suisse: Über 50 Jahre Beratung bei Vergiftungen — Folge Tox Info Suisse, Assoziiertes Institut der Universität Zürich, Zürich. Tox Info Suisse erhält jährlich rund Anfragen zu Überdosierungen mit Benzodiazepinen und Z-Substanzen beim Menschen. In rund der Hälfte aller Anfragen liegt eine Kombinationsintoxikation vor Benzodiazepin oder Z-Substanz toxikologisch im Vordergrund. Auf Grund der grossen therapeutischen Breite haben reine Benzodiazepin-Intoxikationen bei guter medizinischer Betreuung in der Regel eine günstige Prognose, jedoch bergen Kombinationsintoxikationen und die Antagonisierung der Benzodiazepinwirkung gewisse Risiken 1. Alle Benzodiazepine enthalten einen bizyklischen Grundkörper, bei welchem ein Benzol- mit einem Diazepinring verbunden ist. Benzodiazepine binden an GABA A -Rezeptoren, die wichtigsten inhibitorischen Rezeptoren im Zentralnervensystem, und wirken dadurch anxiolytisch, sedierend, muskelrelaxierend und antikonvulsiv. Die maximale Wirkung wird durch die vorhandene GABA-Konzentration determiniert, wodurch ein «Ceiling»-Effekt erreicht wird.
Zolpidem ist ein Arzneistoff, der in Schlafmitteln bzw. Einschlafmitteln eingesetzt wird. In vereinzelten Fällen werden jedoch auch bei weitem höhere Halbwertszeiten beobachtet bis 10 Stunden. Zolpidem wird vom Körper schnell und leicht aufgenommen, der maximale Plasmaspiegel wird nach etwa zwei Stunden erreicht. Vor allem wegen der Gefahr der Suchtentwicklung wird die Verordnung von Medikamenten, die Zolpidem enthalten, beispielsweise in Deutschland rechtlich eingeschränkt.